Was sind Salmonellen?

Salmonellen, die bei Menschen und vielen Tieren Krankheiten verursachen können, sind stäbchenförmige Bakterien. Weltweit kommen Salmonellen, benannt im Jahr 1900 durch ihren Entdecker dem US-amerikanischen Bakteriologen Daniel Elmer Salmon in Menschen, wechsel- und gleichwarmen Tieren und Lebensräumen außerhalb von Lebewesen vor.

Was sind Salmonellen?

Salmonellen sind zylinderförmig mit einer Länge von etwa 2 bis 5 µm und einem Durchmesser zwischen etwa 0,7 bis 1,5 µm. Sie sind peritrich begeißelt, gramnegativ, chemoorganotroph mit fermentativem und oxidativem Energiestoffwechsel, vorwiegend aktiv beweglich, fakultativ anaerob, nicht sporenbildend und über 2,5 Jahre lang im getrockneten Kot nachweisbar. Es gibt 2.400 bekannte Arten der Gattung Salmonella. 20-30 dieser Arten haben für lebensmittelbedingte Erkrankungen dauerhafte Bedeutung und 120 unter ihnen sind für den Menschen gesundheitsschädigend. Regional oder zeitlich begrenzt, treten meist die übrigen Arten in Erscheinung. Außerhalb des menschlichen oder tierischen Körpers sind Salmonellen wochenlang lebensfähig. Das Absterben der Erreger wird durch Sonnenlicht beschleunigt.

Salmonellen als Krankheitserreger

Die stäbchenförmigen Bakterien können bei Menschen Salmonellen-Infektionen und verschiedene Entzündungen im Magen-Darm-Trakt hervorrufen. Durch Salmonella enteritidis hervorgerufen, ist die in Deutschland wichtigste Salmonellenerkrankung, die Salmonellen-Enteritis. Sie macht sich als Durchfall mit Erbrechen bemerkbar und muss bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr in der Regel nicht antibiotisch behandelt werden. Risikogruppen wie etwa alte Menschen, Schwangeren, Kleinkinder, Säuglinge, immungeschwächten Patienten und HIV-Patienten können allerdings schwere Erkrankungen erleiden. Obwohl der Erreger im Körper der Betroffenen nachweisbar ist, treten aber auch manchmal keinerlei Beschwerden auf. Da sich sowohl das Tier am Menschen als auch der Mensch am Tier anstecken kann, gehören Erkrankungen durch Salmonellen zu den Zoonosen. Schätzungsweise ist in Deutschland jeder fünfte Mensch Salmonellenträger. Salmonellosen gehören in Deutschland zu den sogenannten meldepflichtigen Erkrankungen.

Übertragung durch verunreinigte Nahrungsmittel

Salmonella enteritidis gelangt über den Verzehr verseuchter Nahrungsmittel in den Körper. Unter mangelhaften hygienischen Bedingungen wie beispielsweise warme oder zu lange Lagerung oder Unterbrechung der Kühlkette beim Transport, vermehren sich die Erreger rasant insbesondere in roher Milch, verschiedenen Geflügel- und Fleischsorten sowie in Eiern. Eine räumlich enge Tierhaltung unterstützt den Salmonellenbefall am Beginn der Nahrungskette. Durch Einfrieren werden die Bakterien nicht abgetötet. Im Stuhl eines Patienten ist eine Infektion durch direkten Erregernachweis laboranalytisch nachweisbar. In den Sommermonaten steigt die Zahl der Salmonellenvergiftungen an und betrifft die Altersgruppen unter 10 und über 60 Lebensjahre. Frauen und Männer sind in etwa gleich betroffen. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist eher unüblich und nur in seltenen Fällen kommt es durch mangelnde Hygiene bei der gemeinsamen Toilettennutzung zu einer Ansteckung da infizierte Patienten die Erreger nur für eine kurze Zeit nach der Infektion ausscheiden.